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Hamburg – Thunder Mesa – Agrabah und zurück
von C. Bornholdt

 

Hamburg – Thunder Mesa – Agrabah und zurück

31.07.2008, Tag 1.

Endlich ist es soweit, endlich wieder nach DLRP. Nachdem meine finanzielle Lage zuletzt eher mau war, sah es lange so aus, als ob in diesem Jahr nichts draus werden würde, aber mit einer selbst verabreichten „Tee und Nudeln“ Diät hab ich es dann doch geschafft, mir den Urlaub in Wortsinne vom Munde abzusparen. ^^
;-)

Ich habe wieder wie in den letzten beiden Jahren bei dem Busreisen – Veranstalter mit dem Hasen im Logo gebucht, der sonst hauptsähnlich Teenys in die europäischen Suffhochburgen schafft. Dafür blieb der Preis für Fahrt, Hotel (Ibis Hotel in Noisy Champs, 6 RER Stationen vom DLRP entfernt), Eintritt, Versicherung usw. auch deutlich unter 300€. Da nehme ich schon mal 30 Stunden Busfahrt in Kauf, bin vom Fußball ja schlimmeres gewohnt. ^^

(Ist es eigentlich gestattet hier Namen des Reiseveranstalters und den genauen bezahlten Preis zu nennen, oder wäre das Werbung?)

17:45 Hamburg – ZOB. Ankunft an der Abfahrtsparkbucht und mal die Mitreisenden beschnuppern. Nur Familien mit Kindern anwesend, und keine halbstarken Mitreisenden mit Alditüten voller Bierdosen in Sicht. Das sieht gut aus. Nächster Pluspunkt ist der nebenan stehende Bus für die Leute die nur nach Paris aber nicht nach DLRP wollen. Das heißt wir bekommen einen eigenen Bus und müssen nicht zusammen fahren, obwohl unsere Tour gerade mal halb ausgebucht ist. Also Platz satt.

18:00 Der erste Wehrmutstropfen. Der Anblick des Busses sorgt für ziemlich betretene Gesichter. Ein schlachterprobter Veteran der Autobahn mit Dellen, Kratzern und Löchern und zur Krönung einer defekten Klimaanlage (Argh!). Egal, Gepäck verladen und ab dafür, es geht nach Disneyland.
Nachdem in Hannover und Essen noch Mitreisende zugestiegen sind um unseren Gruppe von 35 Leuten vollständig zu machen, ging es über Aachen nach Belgien und weiter Richtung Paris. Star der Fahrt ist Max, 3 Jahre alt, der den halben Bus unterhält, bis ihm kurz vor Mitternacht die Augen zu fallen. Der hats gut, ich hab die ganze Nacht wieder kein Auge zugemacht.

01.08.2008, Tag 2.

Zu meiner Freude fahren wir nicht erst das Hotel an, wo die Zimmer eh noch nicht bezugsfertig sind und man nur das Gepäck abstellen könnte, sondern fahren direkt zum DLRP um die Morgenstunden zu nutzen, solange der Park noch leer ist. Als sich außerhalb der Fenster die Vegetation und die Straßenlampen verändern und anzeigen, dass wir den heiligen Boden betreten haben macht das Herz einen Freudensprung. Als erstes taucht der Tower of Terror am Horizont auf, dann ist das Newport zu erkennen und dann das New York und Spacemountain. Um 8:50 hält der Bus auf dem Parkplatz und ab geht es aufs Laufband, die erste Disneymusik hören und in Stimmung kommen.

Nachdem die Gäste der Disneyhotels bereits seit 9:00 in den (gesamten) Park dürfen, gehen um 9:30 auch für uns die Tore auf, allerdings vorerst nur zur Mainstreet, eine halbe Stunde Extratime vor Parköffnung und Gelegenheit sich einen Kaffe zu besorgen und Mainstreet Luft zu schnuppern. Die Tröten der MS Vehicles quaken, die Hufe der Straßenbahnpferde klappern und zwischen Eingang und MS RR Station spielt eine Big Band. Mickey, Donald, Pluto und die Hörnchen sind in der MS unterwegs. Trotzdem ich seit 24 Stunden wach bin, ist die Laune auf dem Höhepunkt.

Um 10:00 geht’s ab nach Fantasyland. Würde ich mein normales Tempo anschlagen, würde ich in den nächsten 3 Stunden locker Fantasyland und einen guten Teil von Discoveryland abhaken, aber mir hat sich ein Vater mit 10jähriger Tochter angeschlossen, ein DLRP Newbie, der wenigstens in Fantasyland gern ein wenig Hilfe beim zurechtfinden hätte, damit die Kurze ihren Spaß hat.
Erstmal geht’s zu Peter Pan ein Fastpass Ticket ziehen und dann werden nacheinander ganz gemütlich in einem Rutsch Schneewittchen, Pinocchio und Peter Pan absolviert. Die Kleine entpuppt sich als Schneewittchen Expertin („Ich kenn Schneewittchen, ich hab die Schneewittchen Barbie, den Prinzenken und alle Zwerge!) und hat den Spaß ihres Lebens. Der Lütten zuliebe gibt’s einen Bogen über das Caroussel Lancelot und Mad Haters Teacups, bevor es bei Märchenbootfahrt und Casey JR ganz entspannt weitergeht. Als der kleine Engel dann aber auch noch auf Alice Labyrinth besteht, was ich mir ansonsten unter Garantie geschenkt hätte, beschließe ich meine ungewohnte Rolle als Fremdenführer nach Fantasyland möglichst höflich abzulegen.
300 tanzende und singende Püppchen später ziehen Vater und Tochter weiter ins Disney Village ins Lokal zu den goldenen Bögen, während ich es mir bei Taddäus Kröte bequem mache. Das Toad Hall ist von der Gestaltung her eines meiner Lieblings Elemente im gesamten Themenpark, weil man fast nirgendwo sonst im Park ein solch krasses Beispiel für die Detailverliebtheit der Imagineers findet, trotzdem bin ich tatsächlich zum ersten mal drinnen und hellauf begeistert.
Es nähert sich 13:00 und ich schlendere langsam zum Schloss und durchstreife es ein Weilchen vom Dach bis runter zum Keller und gehe dann durch die nach wie vor wunderschöne Liberty Arcade zurück zum Ausgang, während vor dem Schloss eine Marschkapelle aufspielt.

Um 13:00 geht’s mit dem Bus ins Hotel. Die Zimmer sind bereits verteilt, und so kann es sofort unter die Dusche gehen. Frische Klamotten an und zurück zur RER. Um 14:30 betrete ich die Discovery Arcade und an ihrem Ende biege ich ab ins Discoveryland. Erstmal einen Fast Pass für Spacemountain ziehen und da bei Star Tours gerade nur 5 Minuten Wartezeit angezeigt werden, fliege ich dann erstmal nach Endor. Eigentlich ist die kurze Wartezeit fast schade, Star Tours Preshow Bereich gehört neben Indiana Jones meiner Meinung nach zu den schönsten überhaupt.
Dem Imperium mal wieder entwischt will ich mir die Nautilus ansehen, denn bis mein Fast Pass Fenster beginnt ist noch etwas Zeit. Aber was sehen meine geröteten Augen? Nur 10 Minuten Wartezeit am Spacemountain? Hinein! Und die 10 Minuten waren noch übertrieben, gerade mal knappe 5 Minuten später presst es mich in die Sitze und ab geht es Richtung Mond. Als ich wieder draußen bin, darf ich auch meinen FP einlösen und gleich noch mal fahren. Diese Doppelfahrten machen einem allerdings auch den großen Nachteil von SM gegenüber seinem rockigen Bruder in den Studios deutlich: Die Fahrt ist doch sehr ruppig, ständig knallt man an die Kopfstütze, die garnix stützt, sondern nur satte Schellen verteilt. Mit klingenden Ohren geht es in die Nautilus.
Da die FP Situation bei Buzz Lightyear miserabel ist (Das nächste Fenster ist erst in 3 Stunden) erhole ich mich lieber bei HISTA etwas von der Abreibung die mir SM verpasst hat.
Inzwischen merke ich doch den Schlafmangel und beschließe als nächstes den König der Löwen anzulaufen. Da kann man die Beine etwas ausstrecken, einen leckeren Burger essen und eine kalte Cola trinken, das bringt ein wenig Energie zurück. Zur Show muss man hier ja glaube ich nicht mehr all zu viele Worte verlieren. Wie gewohnt großartig.

Über den Central Plaza geht es gemütlich zum Agrabah Bazar und hinein nach Adventureland. Nachdem ich einen Moment auf dem Bazar gestanden habe, bummel ich durch Aladdins Passage. Ich kann mir nicht helfen, ich mag diese kleine Ausstellung. Ich finde es einfach toll, wie wenig es braucht um eine großartige Atmosphäre zu erzeugen.
Adventure Isle und das Baumhaus bersten vor Leuten und gehören in diesem Jahr auch nicht unbedingt zu meinen Primärzielen, also weiter zu Indy, wo wie erwartet nix los ist. Schnell zweimal fahren und dann sind die Pirates of the Caribbean dran. Hier macht sich zum ersten mal bemerkbar, was später auch bei Phantom Manor unangenehm auffällt: Die Leute werden mit jedem Jahr rücksichtsloser. Jeder Mensch scheint inzwischen professionelles digitales Fotoequipment zu besitzen und muss es unbedingt da ausprobieren wo strenges Fotoverbot herrscht. Es reicht auch nicht ein oder zwei Erinnerungsbilder zu machen, es muss die gesamte Fahrt über permanent geknipst werden. Die Pirates sind vom Start bis zum Ziel in gleißendes Licht getaucht. Bye bye Stimmung. Das protestierende Personal wird stumpfdumm ignoriert oder zum Hohn auch noch fotografiert. Ich nehme noch mal eine zweite Fahrt und schaffe es eine Tour ohne all zu viel Blitzlichtgewitter zu erwischen, nachdem ich einen beleidigten englischen Teenager höchstpersönlich und deutlich auf das Fotografierverbot hingewiesen habe.

Etwas genervt von meinen Mitmenschen mach ich mich auf den Weg zum Central Plaza, wo das rücksichtslose Rumgeschubse und Gedrängel auch nicht eben dazu beitragen die anderen Besucher des Parks mit brüderlicher Liebe zu bedenken. Als um 19:15 dann aber die Musik erklingt und die ersten Characters (Dschini, Woody, Smee, Donald und die Hörnchen) die Paradenstrecke herunterkommen und die Once Upon A Dream Parade einleiten geht die Laune wieder hoch. Dann sind auch schon die Sonnenstrahlen des ersten Wagens zu sehen. Ich denke die meisten werden die Parade kennen, also erspare ich mir mal eine Aufstellung der Wagen. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht mache ich mich anschließend auf, mein Lieblingsland zu besuchen.

Der Gang wird breiter, die Daumen haken sich wie von alleine im Gürtel ein, die Augenbrauen ziehen sich verwegen zusammen und die Stimme rutscht einige Oktaven auf Eastwood Niveau, willkommen in Fort Comstock. ^^ Ich liebe Frontierland einfach und war trotz der Müdigkeit fast euphorisch wieder hier zu sein. Wo ich schon mal vor Ort war, machte ich erstmal die Legends of the Wild West unsicher und ging mir dann ein FP Ticket für den Big Thunder Mountain ziehen.
Die Zeit reichte noch für einen Teller Chili im Fuente und dann rappel ich mit dem Bergwerkszug durch die verlassene Mine. BTM ist meiner Meinung nach, nach wie vor der Coaster mit dem höchsten Unterhaltungswert, an den auch die Thrillcoaster kaum rankommen.
Als ich BTM verlasse wird mir schmerzhaft der Fehler in meiner Planung bewusst. Ich habe die Zeiten für die Riverboats und Tarzan ignoriert. :-( Das trifft mich wirklich, denn beide gehören zu meinen Lieblingen. Insbesondere von Tarzan kann ich nicht genug bekommen. Ich reagiere mich erstmal an der Schießbude ab. Jaaaa ich weiß, die meisten Leute würden ihre kostbare DLRP Zeit kaum mit einem Lichtgewehr verschwenden, aber mal ehrlich, wenn man in einer Westernkulisse nicht die Gelegenheit hätte ein wenig das Repetiergewehr zu schwingen, würde auch irgendwie was fehlen. ^^
Danach machte ich mich auf den Weg zum Frontierland Bahnhof und warf zwischendurch einen Blick auf den ehemaligen Critter Corral, der jetzt die Kulisse für Toystorys Woody beinhaltet. Einige wenige Gebäude, die größtenteils einen toystorymäßig angehauchten Westernstil zeigen und als Fotokulisse gedacht sind. Ausserdem Minnies Haus mit Dekor im typischen gepunkteten Minnie Mouse Stil. ^^ Eine Attraktion die ich mit etwas gemischten Gefühlen sehe. Was mir an Frontierland bisher so gefiel, war das alles zusammen arbeitet und eine gemeinsame Geschichte ergibt. Das Chapparal Theater kann man sich ja noch schön reden, warum sollten nicht in einer alten Scheune fahrende Schauspieler ein Stück geben? Aber der Spielzeugcowboy mit dem Ring auf dem Rücken gehört nun gar nicht nach Thunder Mesa. Hoffentlich entwickelt sich Frontierland nun nicht von der Westernstadt zu einer Sammlung mit einem thematischen Überbegriff wie die anderen Länder. Für die Kids ist das ganze natürlich toll. Vormittags und Nachmittags erwartet Woody sie hier in Begleitung von Jessie und Minnie Mouse für jeweils 2 Stunden zum Fototermin. Stinke – Pete ist, als Plastikstatue, eh immer anwesend.
Nach 2 kompletten Runden in der RR und einem ausgedehnten gemütlichem Spaziergang durch alle Winkel von Frontierland ist es dunkel genug für Phantom Manor und meine liebste Audioanimatronic. (Die Bardame im versunkenen Teil von Thunder Mesa. Die hat einen derartig fiesen Gesichtsausdruck, wenn man es schafft ihr genau ins Gesicht zu sehen, während sie einem den Kopf zuwendet, meint man das Biest springt einem gleich in den Wagen. ^^.) Hier setzen sich die unangenehmen Erfahrungen aus Adventureland fort. In den Dark Rides wird fotografiert was das Zeug hält und die Atmosphäre geht massiv zum Teufel. Die Cast Members warnen zwar davor nicht zu fotografieren, aber sobald der Doom Buggie um die erste Ecke ist holen die Leute die Kamera raus.
3 Fahrten im PM habe ich mir gegönnt und die letzte sogar Blitzlichtfrei. An dieser Stelle 1000 Dank an Cast Member Christophe. Nachdem er die wartenden Gäste finster blickend in die Eingangshalle eingelassen hatte, warnte er ausdrücklich nicht mit Blitz zu fotografieren. Der passende Moment ein par Blitzlichtbilder zu schießen dachte sich ein Blondchen. Plötzlich dröhnte Christophes Stimme mit Donnerhall durch den Raum. „No Photographing with Flash! Pleeeeease!“. Sofort waren alle Kameras verschwunden und Blondi guckte beleidigt. Aber kaum im Lift angelangt wurde sie wieder mutig und fing an die Bilder zu knipsen. Und plötzlich steht Christophe wie aus dem Boden gestampft neben ihr. Ich hab selbst nicht mitbekommen wo er plötzlich herkam. ^^ Jedenfalls dröhnte er ihr aus 30 cm Entfernung ins Ohr „No Photographing with Flash! Pleeeeeeeeeeeeease! That was my last Warning!“ Blondchen guckt sich hilfeheischend um, aber sämtliche Photographen ließen gerade ihr Equipment in der Tasche verschwinden und guckten angestrengt wo anders hin. Während der folgenden Fahrt fiel nicht ein Schuss. ^^

Gut gelaunt schlenderte ich über den Boot Hill und zurück zur Mainstreet, organisierte mir eine Cola und versuchte das Gedrängel der Leute umher zu ignorieren, während Donald in einem Go-Kart und Tigger auf Springstöcken einander die Mainstreet hoch und runter scheuchten. Punkt 22:25 gingen alle Lichter aus und die Beleuchtung der 15 Jahr Banner an und die Fantillusion begann. Dies ist mit Abstand meine Lieblingsparade und sie hat von ihrem Zauber nichts verloren, seit ich sie 2006 zuletzt gesehen habe. Allerdings habe ich Tinkerbell diesmal vermisst. :-( Nachdem die Druiden mit ihren Schwarzlichtbatterien abgezogen waren und Ursula die Luft ausging eroberten die Disney Helden das Licht souverän zurück und die Absperrungen an der Mainstreet wurden aufgehoben.
Der ganze Mob bewegte sich dann wie eine Welle zum Schloss, wo Mickey und Minnie kurz darauf Candlebration eröffneten und die 15 Kerzen entzündeten und das Enchanted Feuerwerk eröffneten. Ich habe den Film zwar nur einmal gesehen, aber doch ein par Musikstücke wieder erkannt. Was genau das Feuerwerk mit dem Film zu tun haben sollte ging mir zwar nicht auf, aber hübsch anzusehen war es trotzdem. ^^ Die Mischung aus Fantillusion, Candlebration und Enchanted war der perfekte Abschluss für den Tag und nach 20 Minuten RER Fahrt fiel ich zufrieden ins Hotelbett.

Fazit des Themenparktages: Der Park ist nach wie vor toll und nach wie vor gilt, er wäre noch toller gäbe es keine anderen Gäste.
Was mir überrascht auffiel, waren viele kleine technische Defekte oder abgeschaltete Effekte, was ich von Disney eigentlich nicht gewöhnt bin. (Beim Drachen leuchtete nur ein Auge, der Pirat im Brunnen spuckte kein Wasser, der Geysir war abgeschaltet, die Musik in der RR lief gar nicht oder nur bruchstückhaft und Catfish Joe schien nicht an seinem Platz zu sein.)
Außerdem hatte ich unverschämtes Glück mit den Einlasszeiten und FP Fenstern. Außer bei HISTA (10 Mins) stand ich überall maximal 5 Minuten an.

02.08.2008, Tag 3.

Um 9:30 checkten wir aus und pünktlich um 10:00 stand ich vor dem Eingang zu den Studios und stürmte sofort durch zu Crush, den ich letztes Jahr wegen mangelndem Fast Pass hatte ausfallen lassen. 3 Minuten nach Parköffnung dann die kalte Dusche. 75 Minuten Wartezeit und von den Fast Pass Automaten die es laut DLRP Wiki inzwischen geben sollte keine Spur. Auch ein Blick in den Parkplan brachte keine Aufklärung, laut Plan besitzt Crushs Coaster keinen FP. Also zähneknirschend in die Schlange eingereiht. Glücklicherweise betrug die Wartezeit dann doch nur 30 Minuten und Crushs Coaster ist wirklich eine sehr unterhaltsame Fahrt die viel Spaß macht.
Nachdem ich mir ein FP Ticket für den Rockn Roller Coaster geholt hatte sah ich beim Tower of Terror vorbei. Das nächste FP Fenster passte nicht ganz in meinen Plan und die Wartezeit war lang, also beschloss ich später noch mal vorbei zu kommen und ging zu Animagique.
Erst Animagique und dann Cinemagique und mein Herz schlug höher. Diese beiden innovativen Shows sind für mich die heimlichen Könige der Studios, da können alle Rides einpacken.
Sehr gut gelaunt ging ich zum Rockn Roller Coaster, löste meinen Fast Pass ein und brauste durch das nächtliche Hollywood zu den Klängen von „Dude looks like a lady!“ Der RRC ist nicht nur ohrenfreundlicher als SM (sowohl aufgrund der Musik, als auch der ruhigeren Fahrt ^^) er setzt die Anfangsbeschleunigung auch besser um. Da gerade nur 5 Minuten Wartezeit angezeigt wurden, das ganze gleich noch mal.
Als ich dann beim ToT vorbei sah traf mich fast der Schlag . 70 Minuten Wartezeit und das nächste FP Fenster 4 Stunden später! Damit war der ToT für mich offiziell gestorben. Schnell zurück zum RRC und einen weiteren FP geholt und dann erstmal frühstücken gehen. Danach führ ich zum dritten mal RRC und zog auch gleich den nächsten FP. Etwas antriebslos schlenderte ich durch den Park, warf einen kurzen Blick auf High School Musical on Tour (Keine Ahnung ob es Teil 1 oder 2 war) und wusste nicht so recht was nun. Bei der neuen Stitch-Show stand eine französische Vorstellung an, für die Tramtour war es zu nasskalt und die Stuntshow lief gerade. Mit wenig Hoffnung, dass es beim ToT nun aufgrund der laufenden Stuntshow besser aussehen könnte schaute ich dort noch mal vorbei und konnte mein Glück kaum fassen. Nur 10 Minuten Wartezeit auf der Uhr! So schnell stand ich noch nie in einer Schlange. Letztendlich wurden es doch eher 20 Minuten, aber das war in Ordnung, da einige „spooky bellboy“ cast members ihre Scherze mit den Wartenden trieben. Im Gegensatz zu den bitterbösen Butlern im Phantom Manor treiben diese Pagen einige Mätzchen mit dem Publikum. Sie öffnen Ketten im Wartebereich und führen einen Teil der Warteschlange 5 Minuten durch die Absperrungen bis sie wieder an genau derselben Stelle in der Schlange stehen wie vorher, treten gegen Mülleimer oder rufen „BUH!“ wenn sie hinter jemandem stehen oder gehen die Reihen mit todernsten Gesichtern ab und brechen schlagartig in Gelächter aus. Der Preshowbereich im Inneren ist wirklich sehenswert. Sind die Hotelhalle und die Bibliothek noch interessant und schön gestaltet, wird es im düsteren Servicebereich dann langsam beklemmend. Ein Gefühl dass sich fortsetzt, wenn man erstmal im Fahrstuhl sitzt. Alle Lichter gehen aus, der Fahrstuhl schüttelt sich wie Espenlaub und dann... Passiert nichts. ^^ man wird lediglich etwas hochgefahren und bekommt noch einen weiteren Teil der Preshow zu sehen. Das wiederholt sich mehrmals, und urplötzlich während vor einem noch eine Filmsequenz läuft, ohne ein Zeichen der Warnung hängt man plötzlich 30 cm über seinem Sitz in der Luft, weil der Fahrstuhl unter einem mit atemberaubender Geschwindigkeit wegstürzt. ^^ Neben mir saß ein Franzose von mindestens 1,90 Größe und 130 KG Gewicht. Der arme Kerl war vom ersten Sturz bis zum Aussteigen nicht dazu zu bewegen mein Bein los zu lassen. ^^
Schweißgebadet und gut gelaunt löste ich meinen letzten RRC FP ein und machte mich dann auf den Weg zur Kasse um mein 1 Day 1 Park Ticket zum Hopper Ticket aufwerten zu lassen. Und da setzte es eine böse Überraschung. Der Reiseveranstalter hatte anstatt normalen 1D1P Tickets irgendwelche Gruppenaktionstickets besorgt, deren Aufwertung nicht 10,- sondern satte 26,- kosten sollte. Zähneknirschend bezahlte ich und machte mich auf den Weg in den Themenpark.

Im Disneyland angekommen marschierte ich sofort durch zum Chaparral Theater. Kaum dass ich Platz genommen hatte startete auch schon Tarzan. Meine Laune war sofort wieder auf dem Höhepunkt. Tarzan ist einfach die beste Show im ganzen DLRP (Animagique und Cinemagique mal außen vorgelassen, die sind einfach zu anders um sie mit Tarzan zu vergleichen.) Schon bei den ersten Klängen der Musik wird mir jedes Mal warm ums Herz.
In blendender Stimmung machte ich mich auf den Weg ins Cowboy Cookout BBQ und machte Mittagspause.
Anschließend stand die Raddampfertour auf dem Programm. Wieder einmal ging ich an Bord der Molly Brown. Ich habe die Marc Twain noch nie in Betrieb gesehen, wird die überhaupt noch eingesetzt? Wie ich am ersten Tag schon meinte gesehen zu haben, war Catfish Joe nicht auf seinem Platz. Sein Hund bellte nur die verlassene Angel an. Zu meiner Überraschung sah ich aber zum ersten mal die Coyote im Einsatz. In den letzten Jahren fuhren die Flusspiraten nie wenn ich da war.

Wieder an Land machte ich einen Spaziergang durch das ganze Frontierland und zum Central Plaza wo der Character Express seine Runde drehte. Während der Zug noch unterwegs war und Besucher aus den Ländern in die Mainstreet lockte, nutzte ich die Gelegenheit und fuhr schnell noch einmal mit dem Space Mountain, bevor ich wieder ins Frontierland zurück kehrte und mir Tarzan zum zweiten mal ansah. (Diesmal nicht von der clap-clap-whooo sondern von der wheeee-clap-clap Seite aus. ^^)

Nach einem Abendessen bei Colonel Hathi hatte ich noch 60 Minuten Zeit bis zum Treffen und da die Eintrittszeiten im Themenpark alles andere als günstig waren, bummelte ich mit Abstecher ins Emporium noch mal in die Studios zurück. 10 Minuten Wartezeit am ToT luden zu einer weiteren Fahrt ein. Diesmal hatte ich einen schmächtigen kleinen Italiener neben mir sitzen, der aber auch mehrmals Hilfe suchend nach meinem Bein griff. ^^

Nach einem Besuch in den Läden im Studio 1, wo ich mich mit Schnick Schnack, Trödel, Unfug und diesem und jenem eindeckte ^^ ging es zurück zum Bus.

Um 19:30 verließ ich DLRP für dieses Jahr um nach einer Bootstour und einer Lichterfahrt durch das nächtliche Paris um 00:00 die Busreise nach Hause anzutreten.

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Der Park-Planer am 6.9.2010

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