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Endlich war es wieder soweit, zum 11. Mal wollte ich Disneyland Paris besuchen. Diesmal sollte es mit meiner besten Freundin, mit dem Auto, ins magische Königreich gehen. Doch leider bekam meine Freundin einen Tag vor Abreise die Grippe und war somit mit hohem Fieber ans Bett gefesselt. Schnelles Umdenken hieß es nun für mich. So wurde einfach mein Bruder als Begleiter eingespannt und der Anreisetag um einen Tag verschoben.
Am Dienstag konnte es nun endlich losgehen. Leider hatte mein Bruder noch einiges zu erledigen, so das wir uns erst um 11:30 Uhr, auf gut Glück, auf den Weg zum Kölner Hauptbahnhof machen konnten. Da wir beide keinen Führerschein haben, mussten wir nun mit dem Zug fahren. Und wir hatten Glück. Wir bekamen noch Tickets für den Thallys, doch dieser sollte schon in wenigen Minuten abfahren. Somit hechteten wir vom einen Ende des Bahnhofs zum nächsten, und als wir gerade die Treppe zum Gleis 8 hoch spurteten, fuhr der Thallys auch schon ein. Ein bequemes Abteil war schnell gefunden und auf ging die Fahrt.
Während der ganzen Fahrt war ich unheimlich aufgeregt, da ich es kaum erwarten konnte mein heiß geliebtes Disneyland wieder zu sehen. Mein Bruder blieb total gelassen und verstand nicht warum ich so aufgeregt war, denn so toll kann ja Disneyland nun auch wieder nicht sein. Er wusste ja nicht was ihn erwarten würde, denn es war ja das erste Mal für ihn, aber er würde sich noch wundern. In Frankreich gab der Thallys noch mal richtig Gas und so kamen wir nach 41/2 Stunden in Paris am Gare du Nord an. Hier hatten wir dann erstmal Schwierigkeiten die RER nach Marne la Vallée / Parcs Disneyland zu finden. Doch nachdem wir uns erkundet hatten wussten wir nun wo es langging. Die Fahrt mit der RER erschien mir endlos lang, doch endlich konnte ich den Earful Tower erkennen. Geschafft wir waren da.
Da standen wir also um 17:30 Uhr am Ausgang des Bahnhofs, um uns herum strahlende Lichter und das große Eingangstor des Disney Villages. Mein Bruder war sofort geplättet und sagte die ganze Zeit nur Wow, während mir die Tränen in die Augen schossen. Wie sehr hatte ich doch alles hier vermisst. Mit dem Shuttlebus ging es zum Hotel Santa Fe. Das Einchecken mit Julie ging super schnell, und nach kurzer Besichtigung unserer Zimmer ging es wieder mit dem Shuttlebus zum Park.
Dort angekommen erwartete uns im Disneyland Park ein pures Lichtermeer. Die wunderschöne Musik kam von überall und wir freuten uns direkt hier zu sein. Da mein Bruder ein großer Star Wars Fan ist ging es direkt ins Discoveryland zu Star Tours. Unser verrückter Pilot Rex steuerte unseren Starspeeder durch die ganze Krieg der Sterne Galaxis. Hiernach gönnten wir uns die Fahrt bei It’s a small World. Wo sonst kann man mal eben in ein paar Minuten die ganze Welt umreisen. Mit uns im Boot saß eine Familie mit der wir zusammen das Lied sangen. Nee was war das schön. Anschließend gingen wir uns im Phantom Manor gruseln. Ein lockenköpfiger Cast Member machte mit uns Späße, die er auch in den nächste Tagen noch fortsetzen würde. Im Phantom Manor gruselte es uns dann so sehr, das sich unsere Nackenhaare aufstellten. Hiernach ging es noch über den Boot Hill, doch leider war der sprechende Sarg verschwunden. Nun wollte ich unbedingt zu den Pirates, doch hier waren Renovierungen angesagt, die dann auch während der ganzen Dauer unseres Aufenthalts anhielten. Dafür flogen wir mal eben mit Peter Pan, besuchten noch Schneewittchen und Pinocchio und gingen dann durch das Schloß zur Central Plaza. Es war jetzt schon Zeit für die neue Fantillusion Parade. Überall ging das Licht aus, Musik ertönte und plötzlich erschien Mickey auf einem riesigen, funkelnden Wagen. Er winkte fröhlich in die Menge und mit dem Zauberspruch Starlight, Starbright, let the light begin, fingen die Bäume an zu glitzern und das Schloß erstrahlte in tausend Farben. Über Mickey erschien ein Regenbogen und schon ging es weiter. Nun erschien der verzauberte Garten mit den Feen von Dornröschen. Doch dann dramatisierte sich die Musik. Die schaurigen Bösewichter Malefiz, Ursula und Dschaffar verfluchten alles. Gerade in dem Moment als wir dachten wir seien verloren, kamen die Prinzen und Prinzessinen und befreiten alle. Und mit dem uns schon bekannten Satz zauberten sie wieder alle funkelnden Lichter zurück. Zum Abschluß entzündete Minnie noch ein Feuerwerk aus tausend Glühbirnen. Das war ein Erlebnis was mich zum absoluten Heulen brachte, und auch bei meinem Bruder kullerten nur so die Tränen. Jetzt ging es zurück zum Hotel. In der la Cantina gab es ein hervorragendes Abendessen und danach wurde himmlisch geschlafen.
Wir wachten gut gelaunt am nächsten Tag auf und nach dem Frühstück ging es zu Fuß zum Park. Es war ziemlich kalt doch wir waren ja dick eingepackt. Mit Schal, Mütze, Handschuhen und Stiefel konnte uns die Kälte nichts anhaben. Im Park ging es dann erstmal mit einer gemütlichen Fahrt in der Railroad los. Im Fantasyland stiegen wir aus und besuchten erstmal alle unsere Freunde. Peter Pan, Pinocchio, Schneewittchen und Alice. Nach soviel märchenhaften Spaß brauchten wir jetzt etwas Action. Somit ging es ins Discoveryland. Wieder flogen wir mit Star Tours und ließen uns mal eben bei Honey I shrunk the Audience schrumpfen. Doch wir kamen wieder in unserer normalen Größe heraus. Als nächstes ließen wir uns im Space Mountain zum Mond schießen. Das war natürlich wieder absolut rasantisch. Nun fing es an zu regnen und somit besuchten wir Kapitän Nemo in seiner Nautilus. Zum Essen ging es anschließend in Colonel Hathis Pizza Outpost. Die Pizza und Lasange waren nicht so toll, doch machte die Show der Tam Tams das Essen wieder wett. Jetzt gruselten wir uns noch mal im Phantom Manor und schipperten gemütlich mit der Molly Brown über die Rivers of the far West. Aber jetzt war es Zeit für die Wonderful World of Disney Parade. Alle waren sie wieder dabei. Mickey und Minnie auf dem Steamboat Willie Wagen, alle Prinzen und Prinzessinnen und Casey Jr. mit Dumbo. Das Lied Dancin’ a catchy Rhythm wurde unser neues Lieblingslied und ich freute mich, dass Gepetto mir die Hand Geschüttelt hatte. Hiernach ließen wir uns noch den Wind um die Ohren wehen bei der wilden Fahrt mit der Big Thunder Mountain. Abends aßen wir Burger im Annette’s Diner. Auch hier bekamen wir eine Show geboten. Die Kellner tanzten alle zusammen zu Greased Ligtnin’. Das war wieder ein prima Tag gewesen.
Am dritten Tag ging es nun in die Walt Disney Studios. Im Studio 1 erwartete uns das nächtliche Hollywood. Überall strahlten uns Leuchtreklamen an und über uns funkelte der Sternenhimmel. Schöner kann man sich Hollywood nicht vorstellen. In Animagique verzauberten uns Mickey und Donald mit ihrer Schwarzlicht Show. Bei dem Titel Unter dem Meer von Arielle schwebten Seifenblasen von der Decke und auch sonst war hier alles sehr magisch. Nach der Show wollten wir mit dem Applaudieren nicht mehr aufhören. Bei Art of Disney Animation lernten wir etwas über das Entstehen einer Disneyfigur und im Cinémagique wurden wir wieder verzaubert. Bei der Studio Tram Tour kamen wir an vielen Filmrequisiten vorbei. Und im Catastrophe Canyon sahen wir plötzlich nur noch Wasser von allen Seiten auf uns zuströmen. Anschließend trafen wir bei der Cinema Parade wieder viele Freunde, wie Tinkerbell, Pinocchio und Mary Poppins. Wir besuchten noch die Television Production Tour und Armaggedon, doch diese hatten uns eher gelangweilt. Zum Schluß erlebten wir noch im Rock’n’Roller Coaster die abgefahrenste Achterbahnfahrt unseres Lebens.
An diesem Tag ging es aber auch noch mal in den Disneyland Park. Hier gab es dann erstmal Essen im Toad Hall Restaurant. Gut gestärkt von den leckeren Fish’n’Chips ging es wieder ins Discoveryland. Wir besuchten das Visionarium. Ich hatte ja schon ganz vergessen wie aufregend doch der 360° Film war. Wir gingen schließlich auf Zeitreise mit Jules Verne! Auch mussten wir mal wieder mit Star Tours fliegen, macht doch der Flug im Starspeeder einfach zu viel Spaß. Auch It’s a small world stand wieder auf dem Programm. Dann trafen wir Prinz John und sofort machte ich ein Foto von ihm mit meinem Bruder. Dieser war danach stolz wie Oscar. Schneewittchen und Pinocchio besuchten wir auch noch mal. Die Besichtigung des Dornröschenschlosses nahmen wir uns auch noch vor. Anschließend widmeten wir unsere restliche Zeit dem Adventureland. Auf der Adventure Isle erkundeten wir das Felsenlabyrinth, indem wir dann auch einen Schatz fanden. Wir liefen mehrmals über die Fässerbrücke, weil das so lustig ist, und wagten uns noch über die Pont Suspendu. In der Abenddämmerung ging es auf den Baum der Familie Robinson. Was für ein Ausblick! Und da wir heute bis zur Schließung im Park bleiben wollten fuhren wir noch mit der Molly Brown und der Big Thunder Mountain. Denn im Dunkeln war das schon ein anderes Erlebnis. Dann wurde es noch mal gruselig im Phantom Manor.
Zum Abendessen ging es wieder ins Disney Village. Diesmal in die Sportsbar wo wir uns leckere Thunfisch Sandwiches gönnten. Einen Bummel machten wir noch durch den Disney Store und gingen dann zurück zum Hotel. Hier fielen wir nur noch todmüde ins Bett.
Unser letzter Tag begann mit trauriger Stimmung. Keiner von uns Beiden wollte heute gehen. Unser Gepäck gaben wir bei der Bagagerie ab und nach dem Frühstück ging es wieder zum Park. Diesmal drehten wir eine ganze Runde bis zur Discoveryland Station mit der Railroad. Flogen noch mal mit Star Tours und bummelten im Constellations. Hiernach ging es wieder ins Fantasyland wo wir mit It’s a small world, Schneewittchen und Pinocchio fuhren. Dann besuchten wir noch Aladdin und Dschinnie in ihrer Passage im Adventureland. Dann war es wieder Zeit fürs Mittagessen. Heute speisten wir im Café Hyperion Hyperburger und genossen dabei Mickey’s Showtime. Hierbei präsentierte Mickey mit seinen Freunden die Lieder der Disneyfilme aus den 90ern. Mein Bruder bestaunte dabei mein Talent alle Disney Songs zu kennen und mitsingen zu können. Nach dem Essen und der super Show ging es zum Fort Comstock. Danach gruselten wir uns ein letztes Mal im Phantom Manor, fuhren noch mal Big Thunder Mountain und mit der Molly Brown. Hierbei dachte ich nun an die schönen Tage die wir hier hatten, und fing sofort wieder das Heulen an. Anschließend kam jetzt auch keine Stimmung mehr bei uns auf, denn der Zeitpunkt der Abreise kam immer näher. Wir gingen eine letzte Abschiedsrunde durch den Park, kauften uns noch Souvenirs und dann ging es mit dem Shuttlebus zum Hotel das Gepäck holen. Mit dem Shuttlebus ging es nun wieder zurück. Dann sagten wir, ich natürlich mal wieder voll am Heulen, Bye Bye Disneyland Paris und fuhren wieder mit der RER zum Gare du Nord und mit dem Thallys nach Köln und von hier aus mit der S-Bahn nach Hause. Vorbei waren wieder vier wundervolle Tage in Disneyland Paris. Ich freue mich schon wieder auf meinen Besuch im nächsten Jahr, und auch mein Bruder kann es kaum erwarten Disneyland Paris wieder zu sehen.
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