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4 Mädl`s im Disneyland Paris (20.5. – 23.5.2004 )
von Gerlinde Baumann

 

Wieder einmal stand eine Reise ins Disneyland bevor. Diesmal begleiteten mich meine langjährige Freundin Silvia und ihre beiden Mädchen Sandra und Daniela. Für mich war es der nunmehr sechste Aufenthalt im Disneyland, Silvia war 1993 für ei-nen Tag dort gewesen. Aber irgendwie war es doch eine Premiere für mich – ich fuhr zum ersten Mal mit dem Bus ins Disneyland, das sind immerhin fast 1.000 km von Salzburg nach Paris.
Wir standen also am Mittwochnachmittag um 15.30 Uhr an der Haltestelle und warteten auf den „Eurolines-Bus“. Eigentlich wollten wir ja eine Busreise mit einem Reisebüro machen, aber die wurde mangels Teilnehmer zwei Wochen vor dem Reisetermin abgesagt. Also überlegten wir nicht lange, buchten das „Hotel Cheyenne“ und fuhren zum ersten Mal mit „Eurolines“. Zuerst ging es mit dem Bus nach München und von dort weiter nach Paris. Als wir in München-Fröttmaning auf den Bus warteten, schauten Silvia und ich uns an und fragten uns, auf was wir uns da wohl einlassen! Mit dem Bus nach Paris, das konnte auch nur uns einfallen. Und das mit zwei Kindern! Aber die Fahrt verlief wider Erwarten ganz angenehm, die 14 Stunden vergingen eigentlich ganz schnell. Die Mädchen waren total brav und schliefen die meiste Zeit. Nur einmal gab es ein Problem, bei einer Raststätte verga-ßen wir zwei Personen! Auf die mussten wir halt dann etwas warten! Am Donnerstag um 6 Uhr morgens erreichten wir das Hotel Cheyenne. Das war etwas ganz beson-deres – um diese Zeit schläft ja noch jeder, es war eine ganz tolle Stimmung. Nach-dem wir uns frisch gemacht hatten, ging ich zur Rezeption um einzuchecken. Wir warteten dann bis 7 Uhr, bis der Gepäckservice aufsperrte und dann gingen wir ganz gemütlich ins Village, um bei McDonalds zu frühstücken. Der Spaziergang ins Village war so schön, wir waren ganz alleine unterwegs, das Wetter war herrlich – was will man mehr? Nach dem Frühstück machten wir uns also auf den Weg zum Park, die Mädchen konnten es kaum mehr erwarten, endlich dort zu sein. Und dann war es endlich soweit!! Als erstes stiegen wir in ein Polizeiauto ein und fuhren bis zum Schloss. Dann bummelten wir durch die Main Street zurück zum Bahnhof und stie-gen in die Dampfeisenbahn ein. Wir dachten, eine Runde mit der Eisenbahn wäre eine gute Gelegenheit, um den Park gleich ein bisschen kennen zu lernen. Gesagt – getan, schon saßen wir im Zug! Wir stiegen im Fantasyland aus und machten uns gleich auf den Weg zu „It’s a small world“. Für viele mag diese Attraktion ein Horror sein – ich liebe sie einfach. Wir drehten mit den Booten gleich zwei Runden weil es so schön war. Da das Fantasyland noch relativ leer war, ging es gleich weiter zu „Pi-nocchio“ und zu „Schneewittchen“. Silvia und die Mädels waren begeistert! Eigentlich habe ich ja erwartet, dass „Peter Pan“ geschlossen ist (lt. Internet) aber zu unserer Freude war das nicht so. Also flogen wir gleich noch mit ihm ins Nimmerland! Schön langsam meldete sich der Hunger und wir beschlossen, ins Cafe Hyperion zu gehen – zu Burger und Pommes, klar, was auch sonst! Nach der Stär-kung war es auch schon Zeit für die Winnie Puuh Show – für mich übrigens das erste Mal! Ich war begeistert wie ein Kind (wenn ich auch zwischendurch mal kurz einnick-te – die lange Fahrt machte sich doch bemerkbar). Da es inzwischen sehr heiß war und wir doch etwas müde waren, fuhren wir mit dem Shuttlebus ins Hotel und bezo-gen erstmal unser Zimmer. Wir wohnten bei „Sitting Bull“, was sehr gut gelegen ist, nicht allzu weit von der Rezeption und vom Salon entfernt. Zuerst schrieb ich gleich mal ein paar Karten und dann konnte ich nicht anders – ich musste ein kurzes Schläfchen machen – Silvia übrigens auch. Gut erholt, fuhren wir wieder in den Park zurück – Sandra und Daniela warteten schon ungeduldig auf „Phantom Manor“ mit seinen Geistern. Obwohl Feiertag war, war nicht besonders viel los und wir mussten nur ein paar Minuten warten. Das Geisterhaus war mal wieder spitze, Sandra fürchte-te sich zwar am Anfang ein bisschen, aber das war auch gleich vorbei. Dann fragte sie sogar, ob wir denn am nächsten Tag wieder ins Geisterhaus gehen könnten! Zur Entspannung fuhren wir dann noch mit der „Mark Twain“ über den See, genossen die schöne Stimmung, aber dann waren wir einfach nur noch müde und wollten ins Bett! Da die Mädchen etwas enttäuscht waren, weil sie keine Autogramme von den Cha-racteren bekommen haben – was im Park wirklich etwas schwierig ist – beschlossen wir, für den nächsten Tag ein Character-Breakfast zu buchen. Zur Auswahl standen das Cafe Mickey und Walt’s. Da ich das Cafe Mickey schon kannte, buchten wir das „Walt’s“.

Freitag morgens ging es dann um 8 Uhr in den Park zum Frühs-tück und wir wurden von „Walt’s“ nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Restaurant, das Frühstück wird serviert und Charactere kamen auch gleich einige. Pluto, Goofy, Gideon, Bruder Tuck und Stromboli (der war besonders lange da). Leider kamen we-der Mickey noch Minnie und Sandra und Daniela wollten unbedingt von den beiden ein Foto und ein Autogramm. Also was tun? Raus aus dem Park (Stempel natürlich nicht vergessen) und rein ins Disneyland Hotel. Rauf in den zweiten Stock und da standen die beiden auch schon. Nach Mickey und Minnie kamen auch noch Suzy und Perla und natürlich die Backenhörnchen. Und natürlich wieder Goofy und Pluto – den Sandra übrigens im Kinderwagen durch das Hotel fuhr! Das hätten wir also auch geschafft und so konnte es wieder zurück in den Park gehen. Nun wollte Sandra un-bedingt den Drachen im Dornröschenschloss sehen. Ihr Wunsch war uns Befehl und so suchten wir den Drachen im dunklen Keller des Schlosses. Danach war Alice im Wunderland an der Reihe – wir brauchten fast eine halbe Stunde, bis wir ihr Schloss erreicht hatten! War gar nicht so einfach. Nun wurde es auch schon Zeit für die Tar-zan Show. Immer wieder ein Erlebnis! Ich bin immer wieder so begeistert davon – wenn ich die Musik höre, werde ich total happy!. Nach der Show wagten wir uns in die Karibik – Pirates of the Carribean war angesagt! Eine tolle Sache! Zu unserer Überraschung war auch das Baumhaus der Familie Robinson geöffnet und das mussten wir uns natürlich anschauen. Ist ja klar! Dann hieß es auch schon einen Platz suchen für die Prinzessinnen-Parade und schon kam die Ansage: Noch 10 Mi-nuten bis zur Princess-Parade, noch 5 Minuten und dann war es soweit. Die Musik erklang und die ersten Wagen waren schon zu sehen! Nach der Parade war uns ziemlich kalt und so fuhren wir zurück in unser Hotel, schauten noch kurz in der Bou-tique vorbei und spazierten anschließend wieder ins „Santa Fe“ zum Abendessen. Bei einem leckeren Essen ließen wir den Tag ausklingen und freuten uns schon auf den nächsten Tag – da ging es in die Studios! Diesmal frühstückten wir im Hotel, was morgens um 7.30 Uhr noch recht angenehm ist. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Rezeption bei Mickey als Cowboy stiegen wir wieder in den gelben Bus und fuhren zu den Studios. Was sollten wir bloß zuerst machen? Da bei „Art of Animation“ noch ganz wenig Leute standen, schauten wir uns also die Geschichte des Trickfilms an und ließen uns erklären, wie „Muchu“ entstanden ist. Nach „Art of Animation“ ging’s gleich weiter zur „Stunt Show“. Die sah ich auch zum ersten Mal und es war einfach toll (obwohl es furchtbar kalt war, schade dass bei der Show nicht öfter das Feuer zum Einsatz kam – das wärmte wenigstens etwas). Super, was da geboten wird! Da wir inzwischen total durchgefroren waren, beschlossen wir, uns „Animagique“ – die Schwarzlichtshow anzuschauen. Da konnten wir uns wenigstens etwas aufwärmen und Mickey und Donald bei ihren Zeichenversuchen zuschauen. Danach kam die „Studio Tram Tours“ dran, Sandra und Daniela warteten schon ge-spannt darauf. Wir gingen hin – und kamen gleich durch, es waren wieder nicht sehr viele Leute da. Also auf in den Wagen für deutsch sprechende Personen und schon konnte es losgehen. Vorbei an Pearl Harbor und diversen Stätten des Films kamen wir zum „Catastrophe Canyon“ – ein Erdbeben und schon stürzte das Wasser auf uns ein! Spitze! Nach einem Abstecher ins zerstörte London besichtigten wir noch die Kostümschneiderei und schon war die Tour vorbei. Schade! Inzwischen war es fast 15 Uhr - also Zeit für die Cinema Parade. Beim ersten Wagen waren die „Bärenbrü-der“ zu sehen, Geppeto und natürlich Cruella de Vill mit ihren Dalmatinern. Chip (o-der war es Chap) spazierte daher und umarmte Sandra und Daniela! Was gibt es Schöneres als von einem kuscheligen Backenhörnchen umarmt zu werden? Für Sandra und Daniela nichts! Inzwischen knurrten unsere Mägen schon sehr laut. Was sollten wir also essen? Na klar, mal wieder Burger und Pommes im „En coulisse“. Beim Rausgehen aus dem Studio 1 entdeckten wir den kleinen Photo Shop. Ein Blick zwischen Silvia und mir genügte – es war klar – wir wollten so ein Foto von uns ma-chen lassen. Die Mädchen suchten das Foto mit Nemo und Bruce aus. Das war für uns vier sehr gut geeignet. Zuerst musste geklärt werden, wer auf wem sitzen soll. Das war schnell erledigt, Daniela wollte auf Bruce sitzen, Sandra wollte aus dem Maul von Bruce heraushängen und für Silvia und mich blieben Dorie und Nemo üb-rig. Was soll ich sagen – es entstand ein tolles Foto – eine schöne Erinnerung an einen unvergesslichen Aufenthalt in Disneyland. Die 16,50 € für das Foto waren auf jeden Fall gut angelegt!
Leider gibt es in den Studios auch sehr viele schöne Shops und wir konnten mal wieder nicht widerstehen – wir mussten einfach was kau-fen! Inzwischen standen Donald und Goofy herum, natürlich mussten da auch wieder Fotos gemacht werden. Diesmal schlenderten wir zu Fuß zurück ins Hotel und zum Abendessen ging’s mal wieder in die „La Cantina“.

Der Sonntag brach an, leider unser letzter Tag im Disneyland. Für diesen Tag hatten wir das „Good Morning Fantasyland Frühstück“ gebucht. Um 8 Uhr ging es also in den Park, dann mit dem Zug bis ins Fantasyland und dann weiter ins „Au Chalet de la Marionette“. Wir ließen es uns bei Croissant mit Butter und Marmelade, Brötchen mit Schinken und Käse, Karamelpudding, Orangensaft, heißer Schokolade und Obstsalat so richtig gut ge-hen! Frisch gestärkt flogen die Mädchen eine Runde mit „Dumbo“ und da um 11 Uhr „Casey jr. aufsperrte, machten wir uns gleich mal auf den Weg um bei den ersten dabei zu sein. Zuerst wollten wir aber noch mit den Märchenbooten fahren, bevor wir mit Casey jr. ein paar Runden drehen wollten. Für diesen Tag haben wir geplant, uns schrumpfen zu lassen. Gesagt – getan! Die Mäuse waren mal wieder schrecklich bissig und der Professor wie immer etwas verwirrt! Nach einem kurzen Abstecher im nächsten Shop wagten Daniela und ich uns zu „Star Tours“. Einfach herrlich, keine Leute, hineingehen und fliegen! Nach einem sehr turbulenten Flug trafen wir wieder auf Silvia und eine etwas beleidigte Sandra. Sie wollte auch mit „Star Tours“ mit. Also noch mal hinein und wieder ging’s ab ins Weltall. Allerdings war Sandra froh, als sie wieder auf der Erde war, sie wollte nicht noch mal mitfliegen! Aber sie hat es tapfer durchgestanden, das muss gesagt werden!
Da die Mädchen unbedingt noch mal mit den „Pirates of the Carribean“ fahren wollten, gingen wir also dorthin und zu un-serer Freude war dort fast nichts los. Ich freute mich, dass wir im Boot ganz vorne sitzen konnten (ich dachte Silvia und die Mädchen freut das auch – dem war aber nicht so, Sandra wollte das gar nicht). Aber da wir schon mal im Boot saßen, muss-ten sie auch durchhalten. Daniela und ich fanden es so toll vorne zu sitzen, dass wir gleich noch eine zweite Fahrt damit machten. Silvia schaute sich inzwischen das Fo-to von uns an und das war so lustig, dass wir es einfach kaufen mussten. Daniela verdrehte die Augen, Silvia schrie, ich saß ganz ruhig da und Sandra schaute total ängstlich drein! Da es inzwischen etwas wärmer geworden ist, wollten Sandra und Daniela auf den Spielplatz im Adventureland. Eine gute Gelegenheit für Silvia und mich, sich etwas zu erholen. Dann wurde es auch schon wieder Zeit für die neue Pe-ter-Pan-Show. Wir suchten uns einen Platz auf der Brücke und schon hörten wir den Knall der ersten Kanonenkugel! Die Piraten sangen und tanzten und plötzlich ruder-ten unter der Brücke Käpt’n Hook und Mr. Smee durch. Es ging hoch her auf dem Piratenschiff – zwei Piraten stürzten sogar in den kalten See und zum Schluss schwamm auch noch ein Krokodil daher. Da wir noch etwas Zeit hatten, gingen wir noch mal ins Frontierland – wir wollten unbedingt noch einmal zu „Phantom Manor“. Obwohl Sonntag war, konnten wir gleich durchgehen und rein ging’s zu den 999 Geistern! Nach einem kleinen Bummel durch die Main Street (diese vielen Shops sind ja wirklich sehr verlockend, Silvia musste unbedingt noch Shirts für die beiden Mädchen kaufen) gingen wir in den „Newport Bay Club“ – schließlich musste man auch dieses Hotel mal gesehen haben. Langsam und sehr sehr müde gingen wir dann wieder ins Santa Fe zum Abendessen. Ein letztes Essen im Disneyland und schon war unser Urlaub wieder vorbei. Im Hotel Cheyenne holten wir unsere Koffer ab und setzten uns erst mal in die Rezeption. Ein bisschen Ruhe brauchten wir jetzt einfach. Um 22 Uhr kam unser Bus und wir machten uns auf den langen langen Weg zurück nach Hause. Sandra und Daniela schliefen auch gleich ein (wir übrigens auch). Wir stiegen nur bei den Raststätten aus um uns die Füße zu vertreten und dann schliefen wir gleich wieder weiter. So vergingen die 14 Stunden Busfahrt relativ schnell und am Montag waren wir pünktlich um 12.30 Uhr wieder in Salzburg.
Es waren vier wunderschöne Tage, die wir alle sehr genossen haben und an die wir uns sicher gerne erinnern werden!

Silvia, danke für die schönen Tage – ich hof-fe, wir wiederholen das mal wieder!


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Der Park-Planer am 6.9.2010

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