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A Hollywood Christmas (2003)
von Alexandra Osigus

 

Zum 13 Mal, eigentlich eine Unglückszahl, für uns definitiv aber eine Glückszahl, sollte es mal wieder ins Disneyland Resort Paris gehen. Eine Pauschale war schnell gefunden, diesmal sollten es Weihnachtsferien im Magic Kingdom sein, und ein supergünstiger Flug mit Germanwings ebenso.

Auf ging es am 30.11. (Sonntag) um 6.50 Uhr zur nachtschlafenen Zeit ab dem Köln-Bonner Airport zum Flughafen Charles de Gaulle nach Paris. Dort landeten wir pünktlich nach einer Stunde Flug. Unser Gepäck war recht schnell da, die Bushaltesstelle schnell gefunden und auf ging es Richtung Disneyland und zu unserem Hotel Santa Fe.

Als wir dort ankamen war schon die Hölle los. Was manche Leute so alles an der Bagagerie abgaben ......... Nach wenigen Minuten hatten wir dann unsere Tickets, das Gepäck war verstaut und los ging es bei schönstem Wetter zum Park.

Mein Schatz war schon ganz gespannt darauf was ihn dort wohl erwarten würde, hatte ich ihm doch schon monatelang vorgeschwärmt vom schönsten Ort der Welt. Alle waren hier irgendwie auf der Suche nach Nemo, überall hingen Fahndungsplakate.

Im Park angekommen machten wir als erstes einen Einkaufsbummel auf der festlich geschmückten Main Street USA, alles erstrahlte im weihnachtlichen Glanz, Schneeflocken rieselten auf uns hernieder. Im Fantasyland besuchten wir Schneewittchen, Pinocchio, Alice im Wunderland, zum Glück entwischten wir der Herzkönigin, den Mad Hatter, der immer noch Nicht-Geburtstag feierte, aber auch er hatte Nemo nicht gesehen, also suchten wir weiter ..... Auch It´s a small World durfte nicht fehlen, obgleich das für manche ein echter Härtetest war.

Im Discoveryland gab es in Buzz Lightyears Pizza Planet eine Stärkung in Form eines Pizza Burgers. Danach war es Zeit sich auf der Main Street zur täglichen Christmas Parade einzufinden. Diese war traumhaft schön, der Song dazu ein Ohrwurm. Unter leise rieselndem Schnee fuhren Santa Claus in seinem Rentier-Schlitten, die Nussknacker, sowie Aladin, die Disney Prinzessinnen und viele andere durch den Park in einem weiß-goldenen Outfit, alle hatten ihr Weihnachtskleid angelegt.

Leider fing es nun an zu regnen, so dass wir eine Runde mit der Railroad durch den weihnachtlichen Park drehten. Danach hatte es immer noch nicht aufgehört, also sahen wir uns von der Railroad-Station die Tree Lighting-Ceremony an. Ein Kind, das ein Zauberer für eine Nacht sein durfte, ließ den gewaltigen Christbaum erstrahlen und brachte die Lichter-Bögen auf der Main Street zum erstrahlen. Eine perfekte Show. Das war es für heute und wir machten und auf den Weg zum Hotel.

Dort angekommen, holten wir zuerst unser Gepäck ab und brachten es zu unserem Zimmer, welches im 4 Stock lag und uns eine prächtige Aussicht bis hin zum Schloß garantierte.

Zu Abend aßen wir in der La Cantina, es gab köstliche Chicken Fajitas, die ab nun unser Lieblingsgericht sein würden, aber das wussten wir an dem Abend noch nicht. Nach einem gemütlichen Abendessen zogen wir unser Bett vor, waren wir doch schon lange auf.

Am nächsten Morgen erwartete und ein bedeckter, aber trockener Himmel, es regnete zum Glück nicht mehr. Das Abenteuer konnte also weitergehen. Es gab ein leckeres Frühstück in der Cantina, danach standen die Walt Disney Studios auf dem Programm. Im Studio 1 herrschte reges Treiben, auch hier eine phantastische Weihnachts- Deko, ebenso wir im Bereich Front Lot. Neben Südsee-Palmen fand man auch hier Christbäume, Goofy als Santa Claus verkleidet erfüllte Kinderträume.

Die Studio Tram auf dem Production Courtyard wartete schon, also drehten wir eine Runde backstage durch den Park. Vorbei an den imposanten Kulissen von Dinotopia bogen wir in den Catastrophe Canyon ein, wo gerade ein Erdbeben losging und sich Tonnen von Wasser über unseren Köpfen zusammenbrauten. Wir waren froh, das wir dort heil wieder rauskamen. In London bekamen wir gehörig von den dort hausenden Drachen was um die Ohren gefeuert. Übrigens: Wo war noch mal Nemo?

In den Studios des französischen Disney Channel in der Television Production Tour wurde uns ein Blick hinter die Kulissen gewährt, ein sehr lehrreicher Besuch. Die Rockgruppe Aerosmith probte gerade in Backlot und so raste ich einige Runden zu ohrenbetäubender Musik mit ihnen durch die Nacht, eine Höllenfahrt, die ihresgleichen sucht. Aladin bot uns im Animation Courtyard einen seiner Flying Carpets an, so kreisten wir über Agrabah.

Zur Mittagszeit gab es heute im Restaurant En Coulisse eine leckere Lasagne mit Kräuterbaguette. Die schönsten Ausschnitte aus Disney Filmen erlebten wir im Animagique Theater. Was war Trick, was war Show, man weiß es nicht genau.

Natürlich auch der Hit schlechthin, Cinemagique, immer wieder schön mit dem Helden aus dem Publikum durch die Zeit zu reisen und die verschiedensten Filme, während er dabei seine große Liebe trifft. Da sieht man doch wieder mal, was ein klingelndes Handy während einer Show so alles auslösen kann.

Nun war es an der Zeit, sich die Disney´s Cinema Parade anzuschauen. Lights, Camera, Action, los ging der Spaß. Natürlich suchten auch hier wieder alle nach Nemo, aber schau, war er nicht mit dabei? Bruce Willis konnte uns heute nicht ins Armageddon locken um die Welt zu retten, für die er sich seinerzeit schon geopfert hatte und auch zu Moteurs Action fehlte die rechte Lust, war uns doch mehr nach Weihnachten zumute. Also stand mal wieder Shopping auf dem Programm, auch hier konnte man schwer widerstehen. Im Studio 1 lief gerade die Streetmosphere Show, also schauten wir ein wenig zu um uns aufzuwärmen, war es doch ziemlich kalt heute. Kurz noch einige Fotos von dem phantastischen realen Sonnenuntergang in der Studio Kulisse gemacht, ging es auch schon wieder ins Magic Kingdom. Es stand heute ja noch viel auf dem Programm.

Nun war es fast soweit, sich noch einmal die Tree Lighting Ceremony anzusehen, dieses mal von einer anderen Stelle aus – und ohne Regen! Wir fanden einen schönen Platz vor dem Chateau, das in den schönsten Pastellfarben leuchtete. Vor dem Schloß war ein wunderschöner Winterwald mit etlichen Tannenbäumen, geschmückt von den Disney Characters. Ich muß wohl nicht betonen, wer den chaotischsten kreiert hatte?! Natürlich Goofy, stand er doch direkt auf dem Kopf.

Auf der Bühne fanden sich nacheinander Santa Clause himself, Mickey und Minnie sowie ein paar Weihnachts-Elfen ein. Auch heute durfte ein Kind wieder ein Zauberer für einen Tag, oder besser gesagt, eine Nacht sein. Nach und nach leuchteten die Bögen auf der Main Street in den schönsten Farben auf und himmlische Musik erklang, phantastisch, das muß man live erlebt haben, ein kleines Feuerwerk rundete das Spektakel ab.

Da es noch ein wenig dauerte bis zur neuen Fantillusion Parade vertrieben wir uns die Zeit in den Shops der Main Street, wo anheimelnde Atmosphäre herrschte. Langsam wurde die Parade draußen angekündigt und wir suchten wieder unsere Plätze an vorderster Front auf, und hatten Glück. Es wurde dunkel und der Zauber konnte beginnen. Da glitzerte es auch schon von weitem und wir warteten ab was passierte. Diese neue Parade war ein Dreiakter, es begann mit Disney Figuren (The Enchanted Fairy Garden), die das Licht brachten welches im zweiten Akt (The Evil Villains) von den Disney-Bösewichtern gestohlen wurde. Zu dramatischer Musik tauchte Malefiz aus dem Dunkel auf und auch Ursula die Meerhexe sah bedrohlich aus. Die Musik wurde nun unheimlicher. Aber im dritten Akt (The Happy Ending) gab es dann das erwartete Happy End und die Disney-Prinzessinnen tanzten im wunderschönsten Lichterglanz.

Die Krönung des Abends war das Weihnachtsfeuerwerk über dem Dornröschen-Schloß das direkt im Anschluß an Fantillusion den Himmel über dem Park erstrahlen ließ. Silberne und goldene Sterne tanzten am Himmel im Takt der wunderschönen Musik aus bekannten Disney-Filmen. Das Spektakel dauerte ungefähr 10 Minuten und wurde natürlich auf Video gebannt als Erinnerung. Da wir nun komplett durchgefroren waren, machten wir uns wieder auf den Weg zum Hotel um uns aufzuwärmen. In der La Cantina gab es natürlich wieder Chicken Fajitas, dieses mal in einem vollbesetzten Restaurant, es hatten wohl alle Leute die gleiche Idee. Aber was solls. Danach fielen wir todmüde in die Betten um am nächsten Morgen wieder halbwegs topfrisch zu sein.

Auch der Dienstag sollte wettermäßig alles halten, es war trocken und frisch. Also wieder auf in die Cantina zu einem Continental Breakfast. Nach einer Stunde Frühstück ging es wieder zum Disney Village. Hier hatte mittlerweile der bayerische König Ludwig Einzug gehalten, sein Schloß prangte nun an der Stelle, wo ehemals das Rock´n Roll America zu finden war. Hier gab es Schweinshaxen, Bratwürste, Weißbier usw. in rauen Mengen, was aber nicht unbedingt unseren Geschmack traf.

Heute morgen drehte ich einige Runden mit Dumbo, wir hatten den Park zu dieser frühen Zeit noch fast für uns alleine, herrlich. Ich mag das. Leichter Nebel senkte sich über den Park und verlieh ihm wahrlich das Aussehen einer verwunschenen Märchenwelt. Le Noel de Mickey sollte in wenigen Minuten beginnen, also sahen wir uns die Show auf der Fantasy Festival Stage an. Die Nussknacker tanzten, Goofy kam als Weihnachtsmann verkleidet durch den Kamin und Mickey freute sich mit Minnie über die Geschenke.

Nun kamen wir ins Adventureland, wo wir durch den dichten Dschungel direkt zum Fort der Pirates of the Caribbean gelangten. Mit einem kleinen Boot fuhren wir durch die dunkle schwüle Tropennacht. Capitain Hooks Galeone lag verlassen da. Aladin und Jasmin zeigten und im Basar Schätze aus 1001 Nacht aber den größten Schatz hatten wir ja schon längst gefunden. Indiana Jones wollte uns mit auf seinen Dschungel-Trip nehmen, aber wir lehnten dankend ab.

Zu Mittag aßen wir heute im Frontierland – der Westen war so wild wie nie zuvor - im Cowboy Cookout Barbeque, begleitet wurden wir von einer Country Band, sehr zur Freude von René. Es gab mal wieder Burger, die aber nicht zu verachten waren. Frisch gestärkt machte ich mich auf, den Big Thunder Mountain zu besuchen. Der kleine Bergwerkszug brauste mit mir um die Gipfel und durch die Täler. Gut durchgeschüttelt war nun das Phantom Manor dran, aus dem Nebel tauchte es am Hügel am Stadtrand von Thunder Mesa auf, eine gespenstische Atmosphäre. Hinter uns fielen krachend die schweren Eingangstore ins Schloß, der Spuk konnte beginnen. Sieh da, es hatte sich nichts verändert. In schummeriges Licht getaucht fuhren wir durch die Geister-Villa derer von Ravenswood, einst der reichsten Familie des Ortes. Hier war damals schreckliches geschehen, davon erzählte man sich heute noch.

Nach derart viel Grusel kam nun auch die Molly Brown zur Dampfer Anlegestelle Riverboat Landing und so stiegen wir zu, drehten eine Runde auf den Rivers of the Far West und fühlten uns an längst vergangene Zeiten zur Zeit des Goldrausches erinnert.

Danach war es an der Zeit sich zur Chaparral Stage zu begeben wo in wenigen Minuten die Show Mickey im Winter Wonderland stattfinden sollte. Auch hier hatten wir gute Plätze. Let the Show begin. Donald plagte sich beim Schnee fegen. Mickey und Minnie tanzen den Valse des Patineurs, traumhaft romantisch. Zu den Klängen schneite es leise. Zum Finale kam dann ein Pferdeschlitten, der alle Charaktere zu einer Schlittenfahrt abholte. Im Fort Comstock war eine Menge los, die Disney Bösewichte gaben sich ein Stelldichein.

Da es heute ziemlich nasskalt war, war es nun auch genug, schnell noch einmal Belle´s Weihnachtsdorf besucht, eine leckere Zuckerwatte auf der Main Street verspeist, machten wir uns auf den Weg zum Village, wo wir noch eine Weile blieben und dann gab es wieder unser neues mexikanisches Nationalgericht in der Cantina. Das Feuerwerk sahen wir uns heute Abend vom Zimmer unseres Hotels an, dank der phantastischen Aussicht im 4 Stock mit Blick in Richtung Park war das kein Problem.

Es wurde Mittwoch, der letzte Tag nahte. Das Gepäck war schnell zusammengepackt, noch ein letztes Frühstück, dann alles aufgegeben und los zum Park, ein letztes Mal. Leider hatte der Space Mountain heute nicht auf, so musste ich auf eine Reise zum Mond verzichten. Aber Jules Verne nahm sich die Zeit uns mit auf eine Zeitreise zu nehmen, wo er uns mit seiner charmanten Begleiterin Nine Eye und Mr. H.G. Wells bekannt machte. Unmöglich? Nein, unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ......

Capitain Nemo lag mit der Nautilus vor Anker, also stiegen wir hinab in sein Unterwasser-Reich. Professor Wayne Szalinsky gastierte auch mal wieder dort. Im Animation Institute bekam er mal wieder einen Preis, natürlich versaute er auch diese Vorführung, indem wieder alles mögliche schief ging. Auch dieses Mal flogen uns diverse Gegenstände um die Ohren. Auch der Krieg der Sterne bei Star Wars war noch immer in vollem Gange und wir mittendrin. Hoffentlich kamen wir da heil wieder raus. Wenn unser Pilot am Abend auch so fliegen würde, wie der kleine Roboter hier, na dann herzlichen Glückwunsch.
Es war an der Zeit, ein letztes Mittagessen zu sich zu nehmen und das nahmen wir heute im Fuente de´l Oro im Frontierland an. Während ich Chicken Fajitas nahm, zog René Chili con Carne vor. Wir machten nun noch einen kleinen Bummel durch jedes Land, tranken auf der Main Street noch einen leckeren Kakao oder Capuccino, dazu einen Brownie, um auf Wiedersehen zu sagen bevor wir dann zum Hotel zurück mussten, das Gepäck abholten und auf den Bus warteten. Dieser kam pünktlich und brachte uns zum Terminal 3 des Pariser Flughafens Charles de Gaulle. Dort hatten wir noch bald 2 Stunden Zeit bis unser Flieger von Germanwings Richtung Köln/Bonn aufbrechen sollte, also sahen wir uns noch etwas um. Als es dann losging, landeten wir später nach einer Stunde guten Fluges in Köln, wo auch unser Gepäck recht schnell da war. Eine phantastische Vorweihnachtszeit am schönsten Ort der Welt war zu Ende und dieses Mal war es noch schöner, zauberhafter, romantischer und phantastischer als sonst ...................

Ach übrigens, Nemo hatten wir auch gefunden!

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Der Park-Planer am 6.9.2010

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